Ein Interview mit dem Philosophen Frithjof Bergmann hat mich zu zwei Fragen geführt:
– Kann man erfolgreich sein, wenn bei der Arbeit keine Leidenschaft mitschwingt?
– Ist man glücklich, wenn man Spass bei der Arbeit hat?

Nur ist es so, dass sich die grosse Mehrheit der Menschen in sinnentleerten Jobs müde strampelt. Gemäss Herrn Bergmann wissen viele Menschen nicht, was sie wirklich, wirklich wollen.

Was wäre, wenn es eine Alternative zum kapitalistischen Lohnarbeitssystem gäbe, das auf der Ausbeutung von Ressourcen und Menschen beruht? Und wenn alle die Leidenschaft ausleben könnten, die in jedem von uns brennt? Das Konzept der „Neuen Arbeit“ ist an einigen Orten, etwa in Detroit und Flint (USA), bereits sichtbar geworden.

Zusammengefasst heisst das: Ein Teil der Neuen Arbeit besteht in der Transformation von der industriellen zur gemeinschaftlichen Produktion auf kleinerem Raum. Das Ergebnis wird nicht nur die Gründung neuer Unternehmen sein, sondern auch die verstärkte Zunahme lokaler Produktion von Lebensmitteln, Wohnungen und Energie, aber auch von Kleidung, Möbeln, bis hin zu Haushaltsgeräten. Als wichtigster Teil jedoch sollen die Menschen herausfinden, was sie „wirklich, wirklich tun wollen“.

Eine Arbeitswoche könnte so aussehen:
– 10 Stunden für Gemeinschaftsproduktion (z.B. Urban Gardening)
– 10 Stunden in einem genossenschaftlich organisierten Unternehmen (z.B. innovative Biotechnologie)
– An dritter Stelle die wirklich Neue Arbeit, die die Menschen als ihre Berufung erfahren (z.B. Yoga-Lehrer)

Wie sehen Deine Zukunfts-Fantasien aus?

Hier lesen Sie das gesamte zweiteilige Interview von Mathias Morgenthaler:
Tagesanzeiger/InterviewTeil1/es-gibt-sehr-viele-arten-das-leben-zu-verpassen
Tagesanzeiger/IntwerviewTeil2/es-ist-kein-unglueck-wenn-viele-dieser-jobs-verschwinden

Die kürzest mögliche Zusammenfassung der Neuen Arbeit von Frithjof Bergmann: newwork.global

Filmtipp! Detroit wird hier auch erwähnt: TOMORROW – Die Welt ist voller Lösungen

Jonas Greuter
Bildquelle: palettenhaus.net