Werde ich am Schal­ter in Zukun­ft vom Robot­er emp­fan­gen? Fährt mich mein Bus ohne Chauf­feur heim? Was früher belächelt wurde, wird bald oder ist bere­its Wirk­lichkeit. Und damit wird die Angst zunehmend gröss­er, dass die vierte indus­trielle Rev­o­lu­tion Arbeit­splätze kosten wird. Wenn man diese Tage die Schlagzeilen in den Medi­en liest, ist diese Besorg­nis auch nicht unbegründet.

Auch wenn viele glauben – und auch der Rück­blick auf die Geschichte dies bestätigt, wer­den durch die vierte indus­trielle Rev­o­lu­tion Berufe ver­schwinden aber es wer­den auch wieder neue entste­hen. Dies mag in die Zukun­ft gese­hen eine gewisse Beruhi­gung und Zuver­sicht bewirken, jedoch für unmit­tel­bar Betrof­fene, welchen den Job ver­lieren in dieser Zeit, ist dies kein Trost. Denn wir leben jet­zt. Was ist mit jenen Men­schen, welche die Flex­i­bil­ität nicht mit­brin­gen, sich dem tech­nol­o­gis­chen Wan­del genug schnell anzu­passen? Wir dür­fen diejeni­gen auf jeden Fall nicht vergessen zu unter­stützen, welche diesen Schnel­lzug nicht oder nicht aus eigen­er Kraft besteigen können.

Der deutsche Wis­senschaft­sjour­nal­ist Ralph Bohn­er meinte jüngst im Tagi: „Es gibt immer etwas gescheites zu tun, wenn wir nur genü­gend Maschi­nen hät­ten die uns den Rück­en frei­hiel­ten.“ Wir arbeit­en zuviel — 39 Stun­den soll­ten es gemäss neusten Stu­di­en höch­stens sein, ohne dass die Gesund­heit Schaden nimmt. Gibt uns die Arbeitswelt 4.0 mehr Freizeit und Zeit für uns, unsere Mit­men­schen und unsere Erhol­ung? Das wäre ein echter Lichtblick!

Auch wenn noch nicht klar ist, welche Auswirkun­gen Arbeit­en in der Welt 4.0 auf uns und unsere Gesellschaft hat, lohnt es sich mit diesem The­ma aktiv auseinan­derzuset­zen. In diesem Monat ist Gele­gen­heit dazu. Ab dem 12. März wid­met sich die ETH Zürich in öffentlichen Ver­anstal­tun­gen einen Monat lang diesem The­ma: Arbeit­en in der Welt 4.0 — wie unser Beruf­sleben auf den Kopf gestellt wird.
(Text: Samuel Maurer)

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