„War­um soll ich das machen?“ oder „das mache ich nicht, hat doch kei­nen Sinn?!“ In mei­ner Tätig­keit als Arbeits­ago­ge in der beruf­li­chen Inte­gra­ti­on wer­de ich immer wie­der mal mit sol­chen Fra­gen und ähn­li­chem Wider­stand kon­fron­tiert. Was im ers­ten Moment einen gewis­sen Ärger her­vor­ru­fen kann hat aber auch sei­ne posi­ti­ven Sei­ten. Das Hin­ter­fra­gen der eige­nen Tätig­keit und die Suche nach dem Sinn dar­in, sind durch­aus berech­tigt. Es lohnt sich etwas genau­er über die­se Fra­ge nachzudenken.

Ein inter­es­san­ter Arti­kel der Sinn­for­schung der Uni­ver­si­tät Inns­bruck befasst sich mit dem Sinn im Beruf. Die Sinn­erfül­lung im Beruf gilt als eine fun­da­men­ta­le Mög­lich­keit der Lebens­sinn­stif­tung. Passt die Rol­le zu mei­ner Per­son, wel­che ich in mei­nem Beruf ein­neh­me? Han­delt das Unter­neh­men, für wel­ches ich arbei­te, mei­nen Wer­ten und Norm­vor­stel­lun­gen ent­spre­chend? Hat mei­ne Tätig­keit einen posi­ti­ven Ein­fluss und Bedeu­tung für ande­re Men­schen, die Gesell­schaft oder die Umwelt? Füh­le ich mich einer kol­le­gia­len Gemein­schaft zuge­hö­rig? Wer­den mein Enga­ge­ment und mei­ne Mei­nung wert­ge­schätzt? Auf die­se und ähn­li­che Fra­gen wün­sche ich mir von mei­nem Beruf und mei­nem Arbeit­ge­ber doch auch befrie­di­gen­de Antworten.

Es ist ein Pri­vi­leg die Mehr­heit die­ser Fra­gen posi­tiv beant­wor­ten zu kön­nen und ein erstre­bens­wer­tes Ziel, dies im eige­nen Unter­richt, den Kli­en­ten zu ermög­li­chen. Für streetracket.com pro­du­zie­ren wir in unse­rer Holz­werk­statt Schlä­ger für ein neu ent­wi­ckel­tes Spiel. Vor dem letz­ten Auf­trag nah­men wir uns die Zeit und infor­mier­ten uns gemein­sam über das Pro­jekt und unse­ren Auf­trag­ge­ber. Unse­re Kli­en­ten wis­sen nun, dass die meis­ten Schlä­ger an Schu­le zum Ein­satz kom­men und vie­le Kin­der Freu­de dar­an haben. Oder ich neh­me mir die Zeit im Unter­richt die Sinn­fra­ge einer Tätig­keit offen und ehr­lich zu dis­ku­tie­ren und auch mal sel­ber zu hin­ter­fra­gen wenn ich mit mei­ner Ant­wort nicht zufrie­den bin. Schliess­lich ist es mir auch für mei­ne eige­ne Sinn­haf­tig­keit in mei­nem Beruf wich­tig, ein Ange­bot und einen Unter­richt zu gestal­ten, hin­ter dem ich mit vol­ler Über­zeu­gung ste­he kann.

Andre­as Dubach
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