“Verhaltensänderungen ermöglichen – über Methoden und deren Umsetzung in die Praxis”

Abs­tract von Prof. Dr. Frank Wie­ber, www.zhaw.ch/de/gesundheit/

Indi­vi­du­el­les Ver­hal­ten zu ver­än­dern ist ein zen­tra­les Ziel gesund­heits­wis­sen­schaft­li­cher Inter­ven­tio­nen, um die kör­per­li­che und psy­chi­sche Gesund­heit zu för­dern und Krank­hei­ten vor­zu­beu­gen. In der Pra­xis erweist sich das Ver­än­dern von Ver­hal­tens­wei­sen jedoch als gros­se Her­aus­for­de­rung. Bei­spiels­wei­se reicht das Ver­mit­teln von Wis­sen über gesund­heits­schäd­li­ches und ‑för­der­li­ches Ver­hal­ten oft nicht aus, um Ver­hal­tens­än­de­run­gen zu bewir­ken. In sei­nem Vor­trag stellt Frank Wie­ber aktu­el­le Kon­zep­te aus der For­schung zur Ver­hal­tens­än­de­rung wie das Theo­rie Domä­nen Rah­men­mo­dell, das Rad der Ver­hal­tens­än­de­rung und die Taxo­no­mie der Ver­hal­tens­än­de­rungs­tech­ni­ken vor. Die­se Bau­stei­ne hel­fen in einem struk­tu­rier­ten Pro­zess mass­ge­schnei­der­te Inter­ven­tio­nen zu ent­wi­ckeln, in dem man das zu ändern­de Ver­hal­ten und die Moti­va­ti­on, Fähig­kei­ten und Gele­gen­hei­ten der Betei­lig­ten für Ver­än­de­run­gen genau ana­ly­siert und dann pas­sen­de Tech­ni­ken zur Ver­hal­tens­än­de­rung aus­zu­wäh­len. Ein beson­de­rer Fokus liegt dabei auf moti­va­tio­na­len Stra­te­gien, die Per­so­nen dar­in unter­stüt­zen, pas­sen­de Zie­le zu fin­den und ihre Hand­lun­gen im Ein­klang mit ihren Zie­len zu steu­ern. Hier bil­det die soge­nann­te WOOP Stra­te­gie bei der man sich die gewünsch­te Zukunft mit ihren bes­ten Ergeb­nis­sen zunächst vor­stellt, um sie im nächs­ten Schritt men­tal mit der Gegen­wart zu kon­tras­tie­ren. So iden­ti­fi­ziert man die zen­tra­len Hin­der­nis­se und kann sich mit Wenn-Dann effek­ti­ve Hand­lungs­plä­nen über­le­gen, wie man die­se überwindet.

Der nächs­te life­time health Mit­tags­work­shop fin­det im Früh­ling 2019 statt.