Autorin: Jaque­line Gross, Bewe­gungs­päd­ago­gin BGB, Hoch­schul­prak­ti­kan­tin bei life­time health, Bsc Stu­den­tin Gesund­heits­för­de­rung und Prä­ven­ti­on im 6. Semester

Frü­her, damals vor Coro­na, war das Wort Home­of­fice etwas, das neu­gie­rig mach­te und einen Arbeit­ge­ber inter­es­sant erschie­nen liess. «Was? Du kannst Home­of­fice machen? Das ist ja cool!» hör­te ich mich hin und wie­der zu Freun­den und Bekann­ten sagen, die 1–2‑mal pro Woche von Zuhau­se aus arbei­ten konn­ten. Es mach­te einen Arbeit­ge­ber attrak­tiv, Fir­men konn­ten sich so her­vor­he­ben und damit wer­ben: «Wir bie­ten den wei­ter ent­fernt leben­den Mit­ar­bei­ten­den an, auch von Zuhau­se aus zu arbeiten.»

Doch jetzt, mit Coro­na, hat sich alles geän­dert. Home­of­fice ist nichts Beson­de­res mehr, nein, es wur­de viel­mehr zum All­tags­ge­schäft, zu einem Muss. Somit geht es nun um ande­re The­men. Dar­um, den All­tag im Home­of­fice mög­lichst gut bewäl­ti­gen zu kön­nen. Es muss vie­les stim­men, um zuhau­se pro­duk­tiv arbei­ten zu kön­nen.  So vie­les schreit nach Auf­merk­sam­keit und es erfor­dert die aller­gröss­te Anstren­gung, die­sen Ver­su­chun­gen zu wider­ste­hen. Was nicht alles auf ein­mal span­nen­der und wich­ti­ger erscheint: Die Wäsche, der Abwasch, der Boden, der schon lan­ge mal wie­der gesaugt und feucht auf­ge­nom­men wer­den soll­te. Und dann wäre da ja auch noch der frisch gefüll­te Kühl­schrank mit dem wirk­lich fei­nen Essen. Oder der Süs­sig­kei­ten-Schrank, der zu der längst über­fäl­li­gen Beloh­nung ein­lädt. Der Part­ner oder die Kin­der, die nur kurz etwas wis­sen wol­len. Die Lis­te könn­te noch end­los fort­ge­führt werden.

Nun ist die Fra­ge: Was braucht es, damit wir im Home­of­fice-All­tag aus genau den Vor­tei­len schöp­fen kön­nen, die er mit sich bringt, und trotz­dem in der Lage sind, pro­duk­tiv zu arbeiten?

Die rich­ti­ge Atmo­sphä­re ist sicher­lich rele­vant. Wir soll­ten uns einen Ort suchen, an dem wir unge­stört arbei­ten kön­nen. Er soll­te auf­ge­räumt sein, damit die Ablen­kung mög­lichst gering aus­fällt und wir uns kon­zen­trie­ren kön­nen. Somit macht es Sinn, sich einen Bereich ein­zu­rich­ten, der «nur» zum Arbei­ten genutzt wer­den kann, sodass auch gefühls­mäs­sig eine Tren­nung zwi­schen Arbeit und Pri­vat­le­ben entsteht.

Man liest auch immer wie­der: «Zie­he Dich so an, als wür­dest Du tat­säch­lich arbei­ten gehen.» Ich den­ke, das ist wohl Typ-Sache. Wer Trai­ner­ho­sen bequem fin­det und sich trotz­dem fit und mun­ter fühlt, der kann sich auch ein gemüt­li­ches Out­fit zuhau­se gönnen.

Viel wich­ti­ger ist es aber mei­ner Mei­nung nach einen Weg zu fin­den, sich men­tal auf den Arbeits­tag vor­zu­be­rei­ten. Zum Bei­spiel dadurch, dass man eine Run­de lau­fen geht, um den Arbeits­weg zu simu­lie­ren. Ein paar tie­fe Atem­zü­ge an der fri­schen Luft gepaart mit Bewe­gung sind sicher­lich ein erfolg­rei­cher Mun­ter­ma­cher. Auch beweg­te Pau­sen ein­zu­bau­en macht Sinn, um die Kon­zen­tra­ti­on zwi­schen­drin wie­der zu erhö­hen und die anfal­len­de Müdig­keit abzuwenden.

Beson­ders rele­vant ist aber vor allem die ergo­no­mi­sche Ein­stel­lung des Arbeits­plat­zes. Somit kön­nen Fehl­hal­tun­gen ver­mie­den und Schmer­zen und Ver­span­nun­gen län­ger­fris­tig ent­ge­gen­ge­wirkt werden.

Dass das Home­of­fice zukünf­tig ein fes­ter Bestand­teil unse­res Arbeits­all­tag sein wird, ist nicht abzu­strei­ten. Auch nach Coro­na. Beschäf­ti­gen wir uns also lie­ber heu­te als mor­gen damit, die Arbeit nach Hau­se zu holen und so zu inte­grie­ren, dass wir uns dabei auch wohl­füh­len – sowohl kör­per­lich als auch psychisch.

Life­time health hat auf die­se Situa­ti­on reagiert, den Hand­lungs­be­darf erkannt und online oder vor Ort ein Bera­tungs­an­ge­bot für Ergo­no­mie im Home­of­fice ent­wi­ckelt. Sind Sie inter­es­siert und möch­ten mehr erfah­ren? Dann kon­tak­tie­ren Sie uns und wir schau­en uns gemein­sam an, wie Sie ihren Home­of­fice-All­tag gelun­gen gestal­ten können.